|
Die spanischen Eroberer begannen vor fast 500 Jahren die Suche nach dem Gold des sagenumwobenen Landes. Jetzt ist sein Reichtum endlich ans Tageslicht gekommen.
Im Regenwald des Amazonas ist neben den ärmsten Böden der Welt auch einer der nährstoffreichsten und fruchtbarsten zu finden.
Normalerweise findet man im tropischen Regenwald nur ausgewaschene nährstoffarme Böden. Nach einer Brandrodung haben die Bauern 3-5 Jahre mehr schlechte als rechte Erträge und müssen letztlich das ausgelaugte Land wieder aufgeben. Die Entwicklung einer Hochkultur schien unter diesen Bedingungen unmöglich.
Die Lebensgrundlage von geschätzten 5-25 Millionen Menschen im 16. Jahrhundert in Amazonien ist nun entdeckt. Die nährstoffreiche Terra Preta (portugiesisch: Schwarze Erde) hat bis zu 20% organischen Kohlenstoff (Humus) und einen oft 5-fachen Phosphor- und Stickstoffgehalt. Dank dieser besonders fruchtbaren Erde konnten sich die Indios in ihren Gartenstädten auf kleinster Fläche ernähren.
Jetzt sind diese jahrtausende alten Böden wieder entdeckt und bringen ohne Einsatz von Kunstdünger mehrfache Erträge. Bei Versuchen in Deutschland fiel die Kartoffelernte fast 4-mal so groß aus. Auffällig sind die perfekt ernährten Pflanzen, die keine Insektenschädlinge anziehen und völlig frei von Pilzerkrankungen sind.
|